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Vor viereinhalb Jahren wurde einer der größten Träume von Marvel-Fans aus aller Welt wahr. Sony und Walt Disney Pictures eröffneten einen bis dato einzigartigen Deal in der Geschichte Hollywoods. Nach diesem würde, wie die Geschichte bestätigte Spider-Man in Form von Tom Holland zum zweiten mal gerebootet und ein Teil des Marvel Cinematic Universe zu werden.

Spider-Man Schockiert


Und der Plan ging auf: Seit vier Jahren begleitet uns ein wesentlich jüngerer, und sprunghafterer Peter Parker, welcher seinen Einstand in The First Avenger: Civil War (2016) feierte, und seinen vermutlich letzten MCU-Auftritt erst diesen Sommer in Spider-Man: Far From Home hatte. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen? Nun muss man verstehen, dass jede Firma, und solche sind Sony und Disney nun mal, ein wirtschaftliches Interesse haben. Verträge dieser Größenordnung müssen oft hart verhandelt werden. Keiner weiß genau, was hinter solch verschlossenen Türen abläuft. Allerdings wissen wir, was dabei rauskommt. Große Streitereien und jede Menge Gerüchte. Eben solche besagen, dass Disney, die zuvor nur einen Bruchteil des Box-Office von Spider-Man: Homecoming (2017) und Spider-Man: Far From Home erhielten, nun aufs Ganze gingen und 50/50 machen wollten.

Jetzt wird der ein oder andere Denken, dass das Angesichts der Tatsache, dass Disney quasi ein Investment reinpumpt und ihre Allzweck-Waffe Kevin Feige dafür entbehrt, der ja eigentlich auch andere Filme produzieren könnte, nur Fair ist. Nun das ist es nicht! Disney dominiert durch den Kauf von 20th Century Fox quasi die Hälfte des gesamten Kinomarktes in Amerika. Das allein ist eigentlich schon ein Grund dem zu widersprechen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass Sony finanziell angeschlagen ist, und Spider-Man ihr einzig wirklich lukratives Film-Franchise ist. Abgesehen davon, erhält Disney auch einen Anteil am Merchandise rund um den Netzschwinger. 

Zu Ehrenrettung von Disney muss man aber auch klar stellen, dass ja gar nicht richtig verhandelt wurde. Denn Gerüchte besagen, dass Sony CEO Tom Rothman, bereits nach dem Erklingen des 50/50-Deals den Saal verlassen haben soll, und es nie wirklich zu Gesprächen gekommen sei. Und wenn man verschiedenen Hollywood-Insidern wie dem Collider, glauben schenken darf, laufen Verhandlungen in der Regel auch so ab, dass man ganz oben anfängt und sich dann runterhandelt. Der Deal sollte im übrigen einen dritten und vierten Spider-Man-Film enthalten. Letzterer wäre als Start einer neuen Trilogie geplant. Und darüber hinaus noch drei weitere Auftritte in Nicht-Spider-Man-MCU-Filmen. 

Inzwischen stehen die Zeichen deutlich schlechter. So munkeln zwar viele Insider immer noch, dass Sony und Disney, schon allein auf Grund der Tatsache, dass es so profitabel für beide Seiten war, großes Interesse daran hätten, die gemeinsame Arbeit fortzusetzen. Allerdings habe man inzwischen kein Wort mehr miteinander gesprochen, was auch dazu führte, dass Marvel-Chef Kevin Feige auf der diesjährigen D23 vom Ende des Deals berichtete. Damit wäre das offiziell. Ob sich beide Seiten nochmal annähern oder nicht, ist ungewiss. Eines ist jedoch klar. Die leidtragenden sind die Fans.



Glaubt ihr es besteht eine Zukunft für ein MCU mit Spider-Man, oder nicht?

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